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uDraw

Die eigene Kreativität übertrumpft jedes Videospiel

Next Gen – nein, danke! Die Wii traut sich etwas. Und motiviert dadurch Third-Party-Hersteller, es Nintendo gleichzutun. Deswegen war THQs uDraw auf der gamescom 2010 ein echter Hingucker – immerhin handelt es sich dabei um ein überraschend umfangreiches Mal- und Zeichenprogramm im Bundle mit einem mächtigen neuen Hardware-Add-On für die Wii.

Digitaler Bleistift

Der für uns wichtigste Faktor im uDraw-Paket ist eben diese Hardware. Wer sich mit digitaler Kunst beschäftigt, wird ganz schnell feststellen, dass man mit Tastatur und Maus keine drei Pixel weit kommt: Das Zeichnen ist alles andere als intuitiv, bei weitem zu ungenau, extrem langsam und spätestens nach einer halben Stunde brennt das erschöpfte Handgelenk ob der katastrophalen Ergonomie üblicher PC-Peripherie. Viele Maltechniken gerade aus dem impressionistischen Stil sind mit der Maus gar komplett unmöglich. Genau deswegen finden sich bei 99% aller Digitalkünstler sogenannte Art-Tablets am Rechner. Diese stellt man sich am besten als High-Tech-Mauspads vor, die mit Hilfe eines dazugehörigen Stylus jede Handbewegung auf der Tablet-Plattform in akkurate Linien auf dem PC-Bildschirm umsetzen. Zusammen mit einem passenden Zeichenprogramm und deren Digitalpinsel hat man so nach zwei, drei Tagen Übung den Bogen raus und zeichnet auf dem Display genauso wie mit dem Bleistift auf einem Stück Papier.

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Power in Plastik

Ein eben solches Tablet bringt uDraw mit. Eine Zeichenfläche von 10,16 cm auf 15,24 cm – das ist etwa die Größe einer ausgestreckten Hand – erlaubt ordentlichen kreativen Freiraum. Die Wiimote wird angenehm straff in die Hardware eingesetzt und versorgt das Tablet mit Strom direkt aus der Controller-Batterie. Kombiniert bringt das System so einiges an Gewicht mit, wodurch eine solide Grundlage für die Arbeit mit dem Stylus geschaffen wird. Besagter Stylus wartet auf der Rückseite des Geräts schon ungeduldig auf seinen kreativen Einsatz! Wer bereits Übung im Zeichnen auf vergleichbaren PC/Mac-Systemen hat, muss sich hier eventuell erst an drei Kleinigkeiten gewöhnen.

Erstens: Der Stylus ist im Einsatz mit einem Kabel am Tablet verbunden. Das geht bei der Arbeit in Ordnung, hätte aber eine etwas längere Strippe vertragen. Zweitens: Verglichen mit den bekannten PC-Marktgrößen ist der uDraw-Stylus ungewöhnlich dick. Auch daran gewöhnt man sich. Drittens: Die Drucksensitivität des Stifts erweist sich als ziemlich kantig. Hier ist ein erfahrenes Handgelenk wichtig, das bereits eine Zeitlang Spaß mit uDraw hatte. Notwendig ist dieses Feature aber sowieso eher für anspruchsvollere Künstler – die diese Zeit wiederum gerne investieren dürften. Schlechte Nachrichten außerdem für Linkshänder: Hard- und Software wurden offenbar klar für die rechte Hand gelayoutet. Wer seine Kunst von links aufspannt, muss schon einiges an Extra-Geduld und Fingerakrobatik mitbringen, um mit uDraw glücklich zu werden. Vielleicht hilft dabei ja der SD-Kartensupport: Dank ein paar Gigabyte an Platz können Sie Ihre Bilder hiermit speichern, weiterschicken oder ausdrucken.

Kleines Kreativwunder

Das benutzerfreundliche Interface. Das Handling der Zeichentools. Die Verlaufsmöglichkeiten der Farbe. Und natürlich die enorm nützliche Aufzeichnungs- und Wiedergabefunktion Ihrer eigenen Zeichen- und Malarbeiten. Wer sich mit digitaler Kunst ein wenig auskennt und sich all diese uDraw-Features näher betrachtet, dürfte an das PC-Zeichenprogramm Open Canvas erinnert werden. Das gerademal ein paar Kilobyte schwere, einstmals als Freeware vertriebene Rastergrafik-Tool erfreut sich auch heute noch großer Beliebtheit – und zwar hauptsächlich in Version 1.1-b72. Das liegt nicht nur daran, dass es sich bei dieser Fassung um die letzte Freeware-Variante vor der Kommerzialisierung handelt, sondern auch um die aktuellste Version mit Netzwerk-unterstützung – hier dürfen mehrere Teilnehmer über das Internet simultan auf derselben Leinwand zeichnen. Open Canvas hat eindrucksvoll bewiesen, dass man für die Freude an der Digitalkunst nicht etliche hundert Euro investieren muss. Eine Erfolgsgeschichte, die auch uDraw verdient hat!

Mal mal wieder!

Die beste Artwork-Hardware nützt nicht viel, wenn das dazu passende Programm fehlt. Die Zeichen-Software hört in diesem Fall auf den Namen uDraw Studio und wird von THQ natürlich gleich mit ins Bundle gepackt. Wer schon einmal ein vergleichbares Tool (und sei es nur das zu Windows gehörende Paint) zu Gesicht bekommen hat, trifft wohlbekannte und nützliche Werkzeuge: Verschiedene Pinsel, Stifte und Stempel zum Malen, Zeichnen und Füllen, Farbauswahl-Slider oder auch eine Zoomfunktion für Arbeiten im Detail. Über den korrekten Eindruck eines Aquarells, Kreidebilds oder Ölgemäldes entscheidet neben der Technik auch das Trägermaterial. Deswegen stehen elf verschiedene Untergründe zur Wahl, beispielsweise Zeichenpapier, Leinwand oder Pflasterstein. Das einstellbare Atelier dient allein Ihrer Muße. Wenn die gerade Urlaub macht, wartet außerdem ein stressfreies Malbuch, das zum entspannten Kolorieren einlädt.

Wer nun der Meinung ist, dass uDraws Software mit zu wenig Leistung daherkommt, sollte sich unsere Infobox (rechts) zum Grafikprogramm Open Canvas durchlesen – das PC-Tool hat vielleicht ein Drittel der Features von uDraw – und sich dann im Netz mal umgucken, was für brillante Werke Künstler mit Open Canvas entwerfen können. Dadurch bekommt man ein hervorragendes Bild von dem in aller Stille lauernden Potential von THQs Malmeister. Dabei ist THQ noch lange nicht fertig! Das uDraw-Tablet lässt sich nämlich auch prima für kreative, echte Videospiele einsetzen. Games mit Zeichen-Support will der Publisher in Zukunft entsprechend nachlegen, erste Exemplare wie Pictionary oder Doods großes Abenteuer sind bereits erschienen.

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Was können Sie lernen?

  • Malen und Zeichnen, Umgang mit Malwerkzeugen und Grafiksoftware

Für wen eignet sich das Spiel?

  • Spieler aller Altersgruppen mit Interesse an künstlerischer Gestaltung

Günstig bestellen bei amazon.de:

Alternativ erhältlich für PlayStation 3:

Alternativ erhältlich für Xbox 360:

Information und Wertung

Vertrieb
Genre
Spieler
Sprache
USK
Erhältlich
Pro
Contra
THQ
Kreativität
1
Deutsch
ab 0
Jetzt!
geniales Konzept, hochwertige Hardware
Stylus braucht etwas Eingewöhnung
Jeder Fernseher ist nur eine gut getarnte Staffelei!

Kunstgalerie

uDraw-Kunstgalerie

Ein Bild sagt mehr als 1.000 Worte. So entstand online eine mittlerweile riesige Auswahl sehenswerter Kunstwerke, die mit dem Game Tablet und uDraw Studio entstanden sind. Vom Stillleben mit dem Fokus auf der Frucht über den Angriff eines fiesen Riesenroboters bis hin zu Glanzstücken im klassischen Ölgemälde-Stil finden Sie eine breite Palette an digitalem Artwork. Ganz besonderes Augenmerk verdienen dabei natürlich die Arbeiten von David Jon Kassan. Der in New York arbeitende Künstler zeigt eindrucksvoll, was man mit den entsprechenden Fähigkeiten aus uDraws so einfach erscheinenden Tools herausholen kann. Beispiel gefällig? Suchen Sie bei Youtube einfach nach „David Jon Kassan udraw“.

Mäzen aus Japan

uDraw-Mario-Paint

Nintendo, Fantasie und Kreativität – diese Kombination funktioniert bereits seit der 16-Bit-Ära ausgesprochen gut! Wer das SNES-Zeitalter selbst noch mitbekommen hat, wird bei uDraws Wii-Auftritt sofort an ein anderes, zu seinem Release sogar noch weit ungewöhnlicheres Künstler-„Spiel“ denken: Mario Paint! Vor mittlerweile fast 20 Jahren war der Titel eine der ganz wenigen Möglichkeiten, um an die SNES-Maus zu kommen – nicht dass man sie außerhalb von Mario Paints Mal-, Animations- und Musik-Editoren und einer halben Hand voll Minispielen groß für andere Dinge hätte einsetzen können. Die unglaublichen Ergebnisse, die kreative Finger mit viel Geduld und Liebe zum Detail aus den 40 Farben, neun Frames und ein paar Dutzend Midi-Instrumenten herausgeholt haben, zeigt eindrucksvoll, dass ein echter Künstler die zunächst vermuteten Grenzen seiner Handwerkszeuge sprengen kann.

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