Datenschutz & Cookies

LernSpiele24.de verzichtet vollständig auf personalisierte oder störende Werbeformate. Wir verwenden Cookies nur, um uns ständig zu verbessern und den Erfolg unserer Empfehlungen zu messen. Durch die Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich damit einverstanden. Hier erfahren Sie mehr über unseren Datenschutz.

Aufmacher-PlayStation-Vita

Vita will’s wissen – Sonys neuester Anlauf im Handheld-Markt zielt in erster Linie auf Core-Gamer ab. Und was lernen wir daraus?

So viel gleich vorweg: Lernspiele spielen auf diesem Handeld nur eine untergeordnete Rolle. PlayStation Vita ist Hardcore-Gaming für die Hosentasche. Das Ding soll den Schlüpfer ausbeulen und dabei noch verdammt gut aussehen. Die Hardware-Leistung stünde der PlayStation 3 in nichts nach, sagt Sony. Die Kritiker reagierten im Vorfeld harsch: Vita wird ein Reinfall. Mittlerweile hätte doch jeder ein potentes Smartphone. Am 22. Februar 2012 erschien die PlayStation Vita in Deutschland – Zeit für eine Bestandsaufnahme.

  • PlayStation-Vita-07
  • PlayStation-Vita-08
  • PlayStation-Vita-09
  • PlayStation-Vita-10

Anzeige

Kontrolle ist alles

Die Vita ist ein HighTech-Produkt aus Japan. Mit Quad-Core-CPU, OLED-Multi-Touchscreen, einem Touchpanel auf der Rückseite, zwei Analogsticks, Digitalpad, Schulter- und Aktions-Buttons ist die Vita jedem Smartphone spielerisch weit überlegen. Doch die Zahl derer, die hochgezüchtete Softwareableger stationärer Spieleserien unterwegs spielen wollen, ist überschaubar. Das bewies der direkte Vita-Vorgänger – die PSP. Ganz im Gegensatz zu iPhone-, Galaxy- und Windows-Phone-Käufern. Die Zahl derer, die ohne mit der Wimper zu zucken mehrere Hundert Euro für ein Smartphone ausgeben, steigt.

Nichtsdestotrotz stellt die PlayStation Vita das ideale Gerät für all jene dar, die auf dem Nintendo 3DS (XL) die realistische Grafik typischer Core-Games vermissen und Smartphone-Spiele lediglich als mäßig steuerbaren Snack für zwischendurch erachten. Sonys Meinung: Wenn es genug Gründe für ein weiteres Gerät gibt, dann kaufen es die Menschen auch. Dabei verweist man auf den Tablet-Markt. Tatsächlich: Neben Smartphone erfreuen sich auch Tablets, Netbooks und Laptops großer Beliebtheit. Nicht wenige Menschen besitzen alle vier Geräte gleichzeitig.

Shooter mit zwei Sticks

Kaufgründe liefert die Vita zur Genüge. Unter anderem ermöglicht die Vita den ersten Zwei-Stick-Shooter für unterwegs. Das Gerät war zur Markteinführung in zwei Varianten erhältlich: Einmal mit WLAN-Support für 249,99 Euro und einmal mit WLAN und 3G-Unterstützung für 299,99 Euro. Letzteres Modell benötigt eine SIM-Karte und ist dank einer Kooperation zwischen Sony und Vodafone auch mit Mobilfunkvertrag lieferbar.

Was genau gibt’s für das Geld? Der Touchscreen ist groß. Mit 12,7 Zentimetern Diagonale im Breitbildformat lässt er sich wie ein iPhone bedienen. Icons werden durch leichtes Antippen ausgewählt. Der Bildschirm löst mit 960 x 544 Bildpunkten auf. Damit liegt Vita nur knapp unter der Auflösung des iPhone 4. Zu den genannten klassischen Buttons und Sticks kommt noch ein gyroskopischer 6-Achsen-Sensor hinzu. Mit Vita ist also alles möglich: greifen, kippen, neigen, führen, schieben, ziehen – die volle Kontrolle. Das alles macht deutlich, dass Sony dieses Mal keine Steuerungs-Kompromisse eingehen will.

  • PlayStation-Vita-03
  • PlayStation-Vita-04
  • PlayStation-Vita-05
  • PlayStation-Vita-06

Anzeige

Großer Bildschirm, kein 3D

Dabei liegt Vita nicht ganz so gut in der Hand wie der Vorgänger PSP. Vita erinnert mit den Maßen 8,35 x 18,2 x 1,8 Zentimetern optisch eher an ein Tablet denn an ein Smartphone. Das Gewicht beträgt je nach Version 260 (WiFi) bzw. 279 (WiFi/3G) Gramm. Die Akkulaufzeit beträgt ohne das separat erhältliche Batterie-Pack eher enttäuschende 3 bis 5 Stunden. Die Verarbeitung macht einen sehr guten Eindruck. Nichts klappert, alles sitzt fest. Das Digitalkreuz hätte man ruhig etwas weiter herausstehen lassen können. Große Hände werden Schwierigkeiten haben, genau zu fühlen, in welche Richtung es gerade gedrückt wurde. Die Analogsticks machen hingegen einen wunderbaren Eindruck. Sie bieten einen sehr guten Widerstand und sind groß genug. Die Sensorsteuerung dient den meisten Spielen zur Blickwinkelkorrektur.

Die Sixaxis-Steuerung ist der Grund, weshalb Vita 3D fehlen wird. Sony ist überzeugt: Kein Mensch will mobil spielend eine 3D-Brille tragen. Brillenlose Techniken bedingen im Vita-Preisrahmen noch immer eine sehr ruhige Kopfhaltung. Wer Vita-Spiele aber durch Neigungen steuert, kann nur schwer den Blickwinkel halten. Nintendo musste diese Lektion gerade mit dem 3DS (XL) lernen. Und der Speicher? Hier kommen proprietäre Flash-Speicherkarten zum Einsatz, die seit Oktober 2013 in einer Größe bis zu 64 GB verfügbar sind.

  • PlayStation-Vita-01
  • PlayStation-Vita-02

Anzeige

Teure Spiele, aber Apps

Allerdings sind die Vita-Games beileibe kein günstiges Vergnügen: Die Vita sei laut Sony eine geschrumpfte PlayStation 3, entsprechend hoch seien auch die Entwicklungskosten für Spiele. Bis zu 40 Euro wollen für Neuerscheinungen auf den Tisch gelegt werden. Damit nicht nur hochpreisige Spiele für Vita erscheinen, hat Sony schon während der GDC Europe 2011 kleine Studios ermutigt, für die Vita zu entwickeln. Damit sind konkret Games im Smartphone-Stil gemeint. Im Juni 2014 machte es eine überarbeitete Version der Entwicklungsumgebung „Unity“ zudem nochmals einfacher, bereits für iPhone, iPad oder Android erschienene Spiele für die Vita zu portieren und im PlayStation Store als Download anzubieten.

Die Vita versteht sich darüber hinaus als direkter Angriff auf Nintendos aktuelle Konsole Wii U. Schon auf der Tokyo Game Show 2011 zeigte Sony, wie man Games von der PlayStation 3 auf Vita streamt und dort weiterspielt. Fehlende Buttons werden einfach auf das rückwärtige Touchpanel ausgelagert. Auch eine Art Remoteplay ist möglich. Dabei kann der Handheld-Spieler zum Beispiel PS4-Spiele per PS4 Link App auf der Vita weiterspielen. Der vollständige Zugriff auf den PS4 Home Screen bleibt dabei erhalten, die Steuerung wird automatisch auf die Vita-Steuerung ausgerichtet. Doch trotz allem Technik-Schnickschnack entscheiden die Spiele über Erfolg und Misserfolg einer Spieleplattform – und für reine Lernspieler bleibt die PlayStation Vita somit bestenfalls zweite Wahl.

PlayStation Vita im Detail

Der Bildschirm: Das Prunkstück der Konsole. Bei dem Bildschirm handelt sich um einen 12,7 Zentimeter großen kapazitiven OLED- Multi-Touchscreen mit 16,7 Millionen Farben und einer Auflösung von 960×544 Bildpunkten. Die Farben sind aus jedem Blickwinkel absolut brillant.

Das Digitalpad: Es soll noch Spieler geben, die auf dieses Pad setzen. Vor allem bei Fußballspielen sehr beliebt. Das Pad ist recht weit in die Konsole eingelassen. Das könnte manchen Spielern Schwierigkeiten bereiten.

Die Analogsticks: Sony war clever genug zwei Sticks zu verbauen. Die Sticks hinterlassen einen hervorragenden Eindruck. Als Reaktion rüstete Nintendo einen zweiten Stick am Nintendo 3DS nach.

Die Aktionsbuttons: Man kennt sie von allen PlayStation-Konsolen: Sie sind mit den gleichen Symbolen beschriftet wie ihre PlayStation-Kollegen.

Die Frontkamera: Sie kann für Videoanrufe eingesetzt werden. Außerdem für Porträtaufnahmen. Aufnahmen werden sind auf 640x480 Bildpunkte begrenzt. Videos können mit bis zu 120 Bildern pro Sekunde aufgenommen werden.

Der Home-Button: Er hat die gleiche Funktion wie der Home-Button auf dem PlayStation-3-Controller.

Die Start- und Select-Buttons: Sie haben ebenfalls die gleiche Funktion, wie ihre Kollegen auf der PlayStation 3 und sind, wie das Digitalkreuz, sehr weit in die Konsole eingelassen.

Die Schultertasten; Sie sind leicht geschwungen, doch es klappert und wackelt nichts. Die Vita hat nur zwei Schultertasten und keine vier wie ein PS3-Controller.

Die Rückkamera: Sie kommt für Augmented-Reality-Anwendungen (erweiterte Realität) zum Einsatz und natürlich für Video- und Fotoaufnahmen. Auch sie bleibt auf VGA-Auflösung begrenzt, kann aber ebenfalls Aufnahmen mit bis zu 120 Bildern pro Sekunde liefern.

Das Touchpanel: Damit liefert Sony eine echte Neuerung. Dieses hintere Touchpanel kann alle möglichen Steuerungsbefehle ausführen. Etwa antippen, um zu zoomen.

Günstig bestellen bei amazon.de:

Zahlen, Daten, Fakten

Display (vorn)
Display (hinten)
Hauptprozessor
Grafikprozessor
Kameras
Datenträger
Anschlüsse
Netzwerk/Internet
Maße
Gewicht
5" (16:9), Auflösung 960 × 544 px (220 ppi), 16,7 Millionen Farben, OLED-Multi-Touch
5" kapazitives Multi-Touchpanel
ARM CortexTM-A9-Core, 2 GHz
PowerVR SGX 543 MP4+, Quad Core
vorn & hinten je max. 640 × 480 Pixel (VGA)
Game-Card, proprietäre Flash-Speicherkarten
Multifunktionsbuchse (Strom, USB), Kopfhörer/Mikrofon, Zubehöranschluss
WLAN, Bluetooth, (3G)
1,8 (H) x 8,35 (B) x 18,2 (L) cm
ca. 260/279 g

PlayStation Vita Slim (2000)

PS-Vita-2000

Anfang 2014 erschien die PlayStation Vita in einer überarbeiteten Version der Modellreihe 2000, auch Slim genannt, zunächst in Japan und Großbritannien. Neben einem deutlich kleineren und leichteren Gehäuse zählen zu den wesentlichen Änderungen:

  • ein neuer, hellerer Bildschirm (LCD statt OLED)
  • um etwa eine Stunde verlängerte Aukkulaufzeit
  • 1 GB interner Speicher
  • deutlich schnelleres WLAN

PlayStation-Vita-WiFi

PlayStation Vita WiFi: Das günstige Basismodell nur mit WLAN.

PlayStation-Vita-WiFi-3G-Simkarte

PlayStation Vita WiFi & 3G: Hier im Bundle mit einer Vodafone-Mobilfunkkarte.

PlayStation-Vita-Slim-WiFi

PlayStation Vita Slim WiFi: kleiner, leichter, ausdauernder und mit 10 Spielen!

Tearaway-Vita

Tearaway: unglaublich innovatives und liebevoll gestaltetes Abenteuer von den Little Big Planet-Machern. Knifflig und kreativ!

Aufmacher-Information

Core statt Casual

Auch wenn wir uns dieser Meinung überhaupt nicht anschließen können: Lernspiele zählen gemeinhin zum Casual-Bereich, also dem "entspannteren" Spielen. Die PlayStation Vita dagegen bedient mit ihrem Angebot an spielerisch fordernden Titel, etwa aus dem Shooter- oder Rennspiel-Genre, vor allem so genannte Core-Gamer. Dennoch lassen sich auch einige schöne Vita-Spiele mit Lerneffekt finden. Zum Beispiel diese:

Little-Big-Planet-Vita

Little Big Planet: tolles Jump'n'Run mit zahlreichen Puzzles und Minigames. Besser als auf der PS3!