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Richtig schwere Videospiele (Teil 1): Lernen Nebensache!

Aufmacher-Richtig-schwere-Spiele

Keine Lernspiele, aber fordernd ohne Ende: Wer nach einer echten Herausforderung für seine grauen Zellen sucht, wird auch in anderen Genres fündig!

Mit dem Siegeszug der Nintendo Wii begann Ende 2006 eine kontroverse Debatte über das Phänomen „Casual Gaming", die bis zum heutigen Tag anhält. Sollte man Videospiele möglichst ohne großen Aufwand oder Anstrengung zocken können? Undenkbar in den Augen vieler Hardcore-Spieler, doch ein echtes Geschäftsmodell für die Industrie. Selbst Xbox 360 und PlayStation 3 sahen sich letztendlich gezwungen, auf diesen Zug aufzuspringen. Läuft eine ganze Generation Gefahr, vollends zu verweichlichen? Nein, denn eine kleine Rebellengruppe hat sich zum Ziel gesetzt, dem Casual-Imperium Einhalt zu gebieten. Diesen Che Guevaras und Luke Skywalkers der aktuellen Generation wollen wir hier eine eigene Reportage widmen.

Ansichtssache: Wann sind Spiele schwer?

Natürlich wäre es ein Leichtes, einfach nur eine Handvoll Spiele aus dem Sortiment herauszupicken und zu sagen „Seht her, Game XY ist besonders knifflig", ohne die verschiedenen Aspekte zu berücksichtigen, die hier miteinander verwoben sind. Zunächst einmal bieten einem viele Spiele beim Start die Möglichkeit, den Schwierigkeitsgrad auf die das individuelle Bedürfnis anzupassen. Leichte oder schwere Modi werden hier bewusst beiseite gelassen. Es geht nur um den normalen Standard-Modus, wenn dieser denn vorhanden ist. Diverse Spiele wie Call of Duty: Modern Warfare oder Halo: Reach passen sich mittlerweile während des Spiels euren Fähigkeiten an, ohne dass Sie davon benachrichtigt werden. Sterben Sie wiederholt an der gleichen Stelle, verhalten sich die Gegner beim nächsten Versuch womöglich schon ganz anders und schütten Sie nicht mehr so mit Granaten zu wie vorher.

Mit zunehmender Komplexität mancher Spiele setzte sich auch mehr und mehr ein spieleinführendes Tutorial durch. Wurden Spieler früher noch ins eiskalte Wasser geworfen, verzichtet heutzutage kein großes Spiel mehr darauf, den Käufer in sämtliche Facetten einzuweihen. Da seit Jahren auf eine umfangreiche, gedruckte Anleitung verzichtet wird und der Disk im schlimmsten Fall nur ein paar magere Seiten beiliegen, ist das fast schon zwingend notwendig. Auf besondere Features des jeweiligen Titels einzugehen, ist selbstverständlich erwünscht. Doch simple Kommandos wie „Springen" findet der Spieler meist schon nach wenigen Sekunden raus, trotzdem werden sie einem noch lang und breit erklärt. In vielen Fällen sogar erst viel später im Spiel.

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Leben, lernen, sterben

Selbst eine Einführung oder der erste Level an sich können für manche Spieler zur Reifeprüfung werden. Das für seinen Schwierigkeitsgrad berühmt-berüchtigte Dark Souls II sowie dessen Vorläufer Dark Souls und Demon's Souls stellen hier ein Musterbeispiel dar. Der erste Dungeon mit seinen vermeintlich harmlosen Untoten und dem übergroßen Torwächter macht den Einstieg alles andere als leicht. Schon kurz darauf sind Sie vollends auf sich allein gestellt. Kein Pfeil gibt Ihnen die nächste Richtung an, in die Sie gehen sollen. Daher ist die Gefahr groß, dass Sie sich an Gebieten versuchen, die im anfänglichen Zustand unmöglich zu schaffen sind. Der große Reiz beider Titel ist, sich selbstständig auf die Suche zu machen, Gegnerverhalten zu analysieren und die passende Ausrüstung für das vor Ihnen liegende Gebiet bereit zu halten. Derartige Herausforderungen an den Spieler sind extrem selten geworden. Von einem Casual-Spieler zu verlangen, sich selbstständig Karten anzulegen, würde wahrscheinlich seinen Kopf implodieren lassen.

Auf einer Stufe mit Dark Souls, wenn auch in einem völlig anderen Genre, steht der Action-Hit Ninja Gaiden Sigma. Schon auf der Xbox stach es als beinharter Titel hervor und tut dies mit aller Härte auch auf der PS3. Der Grund lässt sich klar auf zwei Faktoren zurückführen. Zunächst einmal zögern die Gegner nicht, Sie erbarmungslos zu attackieren. Viele Angriffe erfolgen so schnell, dass Sie wissen müssen, wie die Attacke ausfällt, um rechtzeitig reagieren zu können. Das können Sie ohnehin nur dann, wenn Sie gelernt haben, mit der Kamera vernünftig umzugehen. Die sorgt nämlich dafür, dass Sie den Gegner nicht unbedingt immer zu Gesicht bekommen. Auch hier wird also viel vom Spieler verlangt, wenn er sich überhaupt auf Ninja Gaiden Sigma einlässt. Das beste Kampfsystem unter den Action-Spielen gibt's als Belohnung für die harte Arbeit. Wie sich das Bild wandeln kann, zeigt eindrucksvoll der dritte Teil. Diverse Änderungen wie QTEs oder komplettes Auffüllen der Lebensenergie nach einem Kampf haben leider dazu geführt, dass Ninja Gaiden 3 viel von seiner früheren Qualität eingebüßt hat

Wenn Sie mit Ninjas und Dämonen nichts anfangen können, so müssen Sie nicht verzweifeln. So gut wie jedes Genre hat seinen ganz persönlichen Rekordhalter in Sachen Härtegrad. Rennspieler mit Erfahrung greifen auf der PlayStation 3 bevorzugt zu MotorStorm: Pacific Rift, MotorStorm: Apocalypse und WipeOut HD. Zuweilen aggressiv rangehende KI-Fahrer und ein nicht zu unterschätzendes Tempo mit vertrackten Kursen sind so ziemlich das genaue Gegenteil von allem, was zum Beispiel bei Kart-Racern geboten wird. Auf der Wii herrscht somit regelrechte Mangelware für Freunde des Fußpedals. Lediglich Trackmania weiß den Spieler an die Wiimote zu fesseln. Und 360-Besitzer finden mit Forza Motorsport den Titel ihres Vertrauens, was dieses Genre betrifft. Hier fällt zudem die Tatsache ins Gewicht, wie viel Sie sich vom Spiel abnehmen lassen. Simulationsraser steuern sich weitaus komplizierter, wenn Sie selbst auf die Gangschaltung achten müssen oder kein ABS vorhanden ist.

Unfair: böse Überrasschungen

Ninja Gaiden Sigma, Demon’s Souls und Etrian Odyssey III: Das sind die Titel, die uns in den vergangenen Jahren mehrfach in die Knie gezwungen haben. Und wenn sich dahinter keine großartigen Spiele verbergen würden, wären wir wohl nicht wieder aufgestanden, um sie erneut in Angriff zu nehmen. Eher negativ in Erinnerung geblieben ist uns Mario Kart Wii. Das ganze Rennen über auf Platz 1 sein und dann drei blaue Panzer reingeknallt bekommen…Gott, haben wir geflucht. Von Koreanern, die uns in StarCraft zerlegen, wollen wir gar nicht erst reden.

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Ohne Leveln geht nix

Ähnlich verhält es sich mit zahlreichen Rollenspielen. Wenn Sie Ihre Heldengruppe nicht konstant verbessern und mit neuer Ausrüstung versorgen, sondern nur durch das Spiel hindurch rennen, machen Sie frühzeitig schlapp. Einige Titel verlangen bei dieser Disziplin ein hohes Maß an Aufopferungsbereitschaft. PS3 und Xbox 360 können hier beide auf starke Titel setzen. Die Jünger von Sony schicken Resonance of Fate, Disgaea 4 oder Valkyria Chronicles ins Gefecht, auf Seiten der 360-Fraktion sind es Resonance of Fate, Lost Odyssey und Tales of Vesperia, für die Sie die Hand ins Feuer legen können. Und die Wii? Für einige echte Brocken müssen Sie über die Landesgrenzen hinaus schauen. Shiren the Wanderer oder Baroque zeigen, dass selbst die Wii knifflige RPGs zu bieten hat. Eine ähnliche Situation ist bei den Beat'em-Ups festzustellen. Erneut sind die harten Titel vorrangig bei Microsoft und Sony zu finden. Prügelspiele wie BlazBlue oder King of Fighters XIII sind deswegen nur bedingt für Einsteiger geeignet, weil Sie viel Übung und Zeit benötigen, bis die großen Combos sitzen und Sie jede Situation genau abwägen können. Klar ist es möglich, auch ohne all das seinen Spaß zu haben, ein Großteil des Spielumfanges geht so jedoch verloren. Doch halt, schießen Sie die Wii nicht gleich in den Wind! Einen Arcadestick vorausgesetzt, warten mit Tatsunoko vs. Capcom oder Guilty Gear XX Accent Core Plus anspruchsvolle Titel auf Sie. Wer Lust hat, sein Hirn mit knackigen Rätseln zu beanspruchen, kann sich freuen. Vom sehr fordernden Horror-Puzzler Catherine über DLC-Titel wie Braid, Echochrome oder Limbo bis hin zu den alten wie neuen Monkey Island-Teilen ist alles vorhanden, was den Kopf zum Rauchen bringt.

Überhaupt lohnt es sich sehr, mal den Download-Plattformen Ihres bevorzugten Systems einen Besuch abzustatten. Über fast jedes Genre verstreut gibt es hier Unmengen von Titeln, die schnell Ihren Blutdruck ansteigen lassen. Ein Großteil davon besteht entweder aus alten Klassikern oder Spielen, die auf eben diese Generation abgestimmt sind. Ein Mega Man 9 zum Beispiel macht aus seiner Kniffligkeit keinen Hehl und führt eindrucksvoll eine Tradition fort, die vor über 20 Jahren ihren Anfang nahm. Der Schwierigkeitsgrad ist von Beginn an sehr hoch und lässt sich nur abmildern, wenn man auf das Game eingeht und den Lernprozess über sich ergehen lässt. Das gleiche Spielprinzip verfolgt Hard Corps: Uprising, das trotz seiner recht kurzen Dauer von vielen Spielern erst nach etlichen Versuchen geknackt werden kann. Häufig ist der enorm hohe Schwierigkeitsgrad noch der Arcade-Ära zuzuschreiben. Dort waren Videospiele mit Absicht so schwer, um mehr Geld durch eingeworfene Münzen zu erwirtschaften. Dementsprechend ist es kein Wunder, dass moderne Titel mit dem Anspruch, äußerst fordernd zu sein, gerne in der Vergangenheit stöbern und sich dort Inspiration holen. Derartige Tugenden lassen sich mit etwas Geduld auch in aktuellen Videospielen finden, allerdings häufig in Nischen-Titeln. Microsoft etwa kann auf die Unterstützung von Entwickler Cave bauen, welcher die Konsole mit seinen extrem schweren Arcade-Shootern bereichert. Sei es Mushihimesama Futari, DeathSmiles oder DoDonPachi Resurrection: In diese eigentlich sehr kurzen Games kann man extrem viel Zeit investieren. Ebenfalls viel geballert wird auf der Wii, denn dort gibt es großartige und knüppeldicke Titel wie Sin & Punishment 2, Trauma Center oder die Metal Slug Anthology. Sogar bei sehr bekannten Serien gibt es die eine oder andere Ausnahme. Donkey Kong Country Returns bestrafte beim Erscheinen all seine Zweifler und bewies, dass es immer noch genau so schwierig ist wie seine geistigen Väter auf dem Super Nintendo.

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Nur der Pokal zählt

Was dem Spieler früher in fast jedem Spiel der High Score war, sind heute die Trophies auf der PS3 sowie der Gamerscore auf der Xbox 360. Viele Spieler ziehen eine echte Motivation daraus, jedes mögliche Achievement, und sei es noch so absurd, freizuspielen. Manche gehen sogar so weit, sich Titel nur wegen dieser Trophies zuzulegen. Und je nach Spiel können die einige Zeit in Anspruch nehmen, ganz abhängig davon, welche Art von Trophies im Spiel vorhanden sind. Einfache Aufgaben wie „Eliminiere 50 Feinde" oder „Schließe Level 5 ab" erledigen sich nach einer gewissen Spieldauer natürlich von selbst. Es gibt aber auch Herausforderungen, die schon fast eine Art Lebensaufgabe darstellen. Wer erinnert sich nicht daran, bei Grand Theft Auto IV die ganze Stadt nach 200 Tauben abgesucht zu haben, was die Spieldauer mitunter verdoppelt hat? In einem solchen Fall ist die Sache einfach nur eine Frage der Geduld.

Andere Trophies bringen einen hingegen mit reichlich Frust schnell zum Kochen. Besonders Ego-Shooter stehen hier an vorderster Front. Killzone 2 verlangt etwa von Ihnen, alle Missionen auf „Heroic" abzuschließen, was dank sehr wenig Health und einem Wolkenbruch aus Handgranaten nur von echten Profis zu bewältigen ist. Eine perfekte Eingabe ist vonnöten, um bei Mirror's Edge in jeder Trial-Mission drei Sterne zu bekommen. Es ist also klar ersichtlich, dass selbst einfache Titel zur echten Challenge heranreifen können, sofern denn Aufgaben vorhanden sind, die man nicht zwingend zum Absolvieren des Spiels benötigt. Auf der Wii allerdings gibt es solche eine Form des Motivationsschubes nicht. Wenn Sie Punkte sammeln wollen, müssen Sie das schon im Spiel selber tun, sofern eine solche Funktion dort gegeben ist.

Abschließend lässt sich als Fazit feststellen, dass die Liste der richtig schweren Spiele, sofern man Gamerscore und Trophies außen vor lässt und nur den normalen Schwierigkeitsgrad beachtet, erstaunlich kurz ausgefallen ist. Aktuell befinden wir uns aufgrund neuer Märkte (Stichwort Facebook und iPhone) in einer Situation, die von den Entwicklern verlangt, ihre Titel radikal zu vereinfachen, um an der Verkaufstheke Erfolg zu haben. Ebenfalls muss beachtet werden, dass hier fast ausschließlich von Games die Rede war, die Sie in Deutschland erwerben können. Im Fernen Osten oder ganz weit im Westen gibt es jede Menge Titel, die sich nicht mal eben so durchdaddeln lassen. Spieler mit dem Hang zu kniffligen Spielen, die das örtliche Sortiment bereits auswendig kennen und immer noch mehr wollen, müssen also entweder zu Importen greifen, eine Zweitkonsole in Betracht ziehen oder auf älteres Zeug zurückgreifen. Es wird spannend zu sehen sein, ob sich Videospiele in Zukunft immer weiter einem spielbaren Film annähern oder flächendeckend wieder eine echte Herausforderung werden.

Die Wurzel des Übels

Box-Uebel

Genauso wie ein Generationenwechsel von Konsolen nicht über Nacht geschieht, sind auch die Spiele selbst nicht plötzlich zu leicht geworden. Im Verlauf der Jahre haben sich immer wieder kleine Bequemlichkeiten eingeschlichen, die das Spielgeschehen vereinfachen. In heutigen Shootern ist es beispielsweise nicht mehr nötig, Medi-Packs aufzusuchen. Ein kurzes Verweilen in Deckung reicht aus, um sich zu regenerieren. Ein Feature, das bei Halo teilweise und im Nachfolger vollständig eingeführt wurde. Auch ist es mittlerweile dank des technischen Fortschrittes (und je nach Spiel) möglich, seinen Spielstand an jeder Stelle zu sichern. Das war lange Zeit exklusiv den PC-Titeln zuzusprechen.

Sollten Ihnen solche Details noch nicht reichen, um den Abspann zu Gesicht bekommen, hat Nintendo vielleicht die passende Idee für Sie. In diversen Titeln, erstmalig in New Super Mario Bros. Wii, können Sie auf den Super Guide zurückgreifen: Wenn Sie wiederholt an der gleichen Stelle verlieren, übernimmt die KI in Form von Luigi die Kontrolle und löst den aktuellen Level für Sie.

Unfair: fiese Kameraführung

Box-Sonic

Worüber wir uns permanent aufregen können, ist eine miese Kameraführung. Sonic The Hedgehog, 2006 auf PS3 und Xbos 360 erschienen, ist da ein Paradebeispiel, im negativen Sinne. Nimmt ständig die unmöglichsten Positionen ein und zeigt uns (zu) oft nicht das, was wir sehen wollen bzw. was sinnvoll wäre. Zwar können wir sie sie manuell korrigieren, aber schon nach zwei Schritten schwenkt sie wieder automatisch herum. Mit dem Ergebnis, das unzählige Sprünge nicht vernünftig abzuschätzen sind und ohne eigenes Verschulden daneben gehen. Die Kamera hat für den Spieler zu arbeiten, nicht gegen ihn.

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Mobil, aber schwer...

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Wenn Ihnen nicht nur zuhause danach ist, die Konsole nach unendlich vielen Niederlagen gegen einen bestimmten Bossgegner an die Wand zu pfeffern, sollten Sie sich auf der PSP umschauen. In Sonys Handheld-Portfolio finden sich einige Titel, die es faustdick hinter den Ohren haben. Bekannte Klassiker, die über die Jahre hinweg nicht weich geworden sind, gibt es in Form von Ultimate Ghosts’n Goblins und der Gradius Collection. Etwas moderner und mindestens genauso fordernd wird’s mit Killzone: Liberation oder diversen Monster Hunter-Titeln. Weit unscheinbarer wirken da schon das Jump’n’Run-RPG Prinny: Can I Really Be The Hero? sowie Valhalla Knights. Fast jedes aufgezählte Spiel ist mittlerweile für sehr wenig Geld zu haben. Es ist also keine Fehlinvestition, wenn Sie Kohlen in diese immer noch heißen Öfen pumpen.

Nintendo kann mit dem DS und 3DS schon auf ein sehr breites Spektrum an Spielen zurückblicken. Darunter befinden sich durchaus einige Brecher, die das Potenzial haben, Ihre Faust auf den Tisch krachen zu lassen. Gerade Taktik-Fanatiker kommen um den DS nicht herum, denn dort haben sie Zugriff auf Kracher wie Advance Wars, Disgeae DS und Etrian Odyssey. Besonders letzteres wird gut 90% aller Spieler auf den Boden der Tatsachen knallen lassen. Ebenfalls klassisches Gameplay mit hoher Frusthürde bietet das Genre der Action-Titel. Contra 4 und diverse Castlevania-Titel sorgen bei Spielern, die den Namen kennen, schon bei bloßer Erwähnung für Gänsehaut. Und bloß nicht vergessen: Megaman ZX sowie Trauma Center: Under the Knive.

Unfair: zu komplexe Steuerung

Box-Pro-Evolution-Wii

Die richtig schweren Titel legen wir privat ehrlich gesagt meist gar nicht in die Konsole zuhause ein. Dort sind Videospiele für uns eher zum echten Lernen oder zum Entspannen da. Ein Umstand, der mit Pro Evolution Soccer 200X für die Wii nur bedingt möglich war. All die Manöver im Kopf zu behalten und diese auch noch mit der Wiimote zielsicher auszulösen, war uns doch etwas zu stressig. Dann geben wir uns lieber die tempoarme Härte eines Monkey Island, wo wir in Ruhe überlegen können.

Unmögliche Unterfangen

Box-Amy

So sehr man es auch schätzen sollte, dass das aktuell vor einem liegende Spiel eine Herausforderung darstellt: Man muss genau abwägen, wo die Grenze zwischen unfair und schwierig liegt. Dieser Unterschied hat so manchen Titel wertungstechnisch nach unten gezogen, obwohl es ansonsten überzeugen konnte. Oftmals sorgt eine schlechte Kameraführung für unnötigen Frust, sei es bei Rennspielen oder Action-Adventures. Schwerwiegende Bugs oder eine mit unfairen Vorteilen ausgestattete KI führen die Liste fort. Letzteres kommt oft zum Tragen, wenn Sie sich am höchsten Schwierigkeitsgrad versuchen. Dann hat es nicht nur den Anschein, dass die Gegner Zielwasser getrunken haben oder alle Ihre Eingaben voraussehen - meist ist genau dies der Fall.

Extra schwer: falsche Peripherie

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Für fast alle Spiele ist es ausreichend, das ganz normale Pad zu verwenden, das Sie beim Kauf der Konsole erhalten haben. Diverse Genres profitieren jedoch davon, wenn Sie zusätzliche Hardware anschaffen. Ein Gran Turismo steuert sich mit einem Lenkrad-Controller zu Beginn vielleicht ungewohnt, auf lange Sicht werden Sie davon aber profitieren. Andere Games werden durch ihre spezielle Peripherie erst wirklich spielbar. Man muss sich nur mal vorstellen, Guitar Hero und Co. mit dem normalen Gamepad spielen zu müssen. Sicher ist das machbar, doch die Faszination würde darunter leiden. Die Sache kann aber auch nach hinten losgehen. Zum Beispiel durch billige Controller von Drittherstellern, die Ihnen schlecht verarbeitete Peripherie andrehen wollen. Schon eine falsche Ergonomie kann Sie derart behindern, dass eigentlich einfache Spielsituationen zu einem echten Krampf werden. Insbesondere die Wii hat in den letzten Jahren tonnenweise überteuerten Plastikmüll angesammelt, der Ihnen das Spielen erschwert, anstatt es zu erleichtern.

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