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Michael Jackson: The Experience

Zweifellos eine große Lizenz – aber auch ein großes Spiel?

Die Mediengeschichte hat viele Beispiele parat, die uns zeigen, wie wichtig es sein kann, tanzen zu können wie der King of Pop. Schauen wir uns nur mal den Film 30 über Nacht mit Jennifer Garner an. Ihr Charakter, Jenna Rink, ist auf eine Party des Magazins eingeladen, für das sie als Redakteurin arbeitet. Nachdem alle Schnittchen weggefuttert sind, schickt sich der Großteil der Gäste an, nach Hause zu gehen. Ihr Chefredakteur ist der Krise nahe. Doch Jenna, ein Kind der 80er, sagt dem DJ, er soll Jacksons „Thriller" spielen. Gesagt getan. Damit nicht genug, animiert Jenna alle Gäste mitzutanzen. Was dann passiert, ist unrealistisch, aber nicht unmöglich: Alle tanzen die Choreographie des Songs mit. Die Party wird ein Erfolg. Oder sehen wir jüngst zum Supertalent – wie der kleine Jackson-Imitator Daniele Domizio abräumte und das Publikum begeisterte. Also holen Sie den Pailletten-Handschuh raus – es geht los! Hier können Sie lernen, das genauso zu machen.

Partycrack!

Eines ist mal klar: Partys, auf denen getanzt wird, sind grundsätzlich die besseren. Vor allem, wenn nach Choreographie gewackelt wird – das unterhält notorische Tanzverweigerer zusätzlich. Wer das begriffen hat, kommt um Michael Jackson und seine Musik schon fast nicht mehr herum. Michael Jackson: The Experience ist dabei ein interessantes Produkt, das Partyspaß, Musik und Tanz-Training auf eine sehr interessante Weise vereint. Zunächst verhält es sich hier wie bei den meisten Tanzspielen: Wer alleine vor dem Bildschirm steht, wird schnell gelangweilt. Doch durch die Integration einer Dance School werden Sie animiert, im Schweiße Ihres Angesichts eine flotte Sohle aufs Parkett zu legen. Denn um alle Tanzlektionen freizuschalten, müssen Sie zunächst Sterne ertanzen. Je besser Sie nach einem Song bewertet werden, desto mehr Sterne gibt es. Erst dann bekommen Sie von professionellen Tanzlehrern per Video all die coolen Moves erklärt. Für Ihre Ausbildung stehen drei Mentoren bereit: Travis Payne, Brahim und „Maryss from Paris". Vor allem Letztere dürfte männliche Spieler alleine durch ihre Optik animieren.

Dennoch: Ganz glücklich ist diese Wahl nicht. So müssen Sie sich zuerst durch die „leichten" Songs beißen, um die geforderten Sterne zu verdienen. Dabei haben wir das Wort „leicht" ganz bewusst in Anführungszeichen gesetzt, auf Grund des alles andere als lockeren Jackson-Tanzstils könnten wie uns nämlich gut vorstellen, dass viele Spieler zu Beginn ihrer virtuellen Karriere mangels Erfolg schnell abspringen. Doch sind die ersten Lektionen erst freigeschaltet, fällt das Lernen gar nicht schwer, da die agilen Damen und Herren Tanzlehrer die Moves anschaulich und langsam erklären. Danach können Sie sich auch an die schwereren Songs wagen.

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Erinnert an Just Dance

Man merkt sofort, dass Michael Jackson: The Experience aus demselben Hause stammt, wie Just Dance 2. Die Spielmechanik ist ähnlich. Sie tanzen, als würden Sie auf dem TV-Schirm Ihr Spiegelbild sehen. Auf Wunsch können Sie das Bild auch erneut spiegeln lassen. Am Bildschirmrand erscheinen zusätzlich noch die auszuführenden Tanzschritte als Piktogramme. Bis zu vier Spieler können mittanzen. Nicht immer müssen alle den Bewegungen der Jackson-Kopie folgen. Manchmal dienen auch die Background-Tänzer als Vorlage für Mitspieler.

Alles, was zum Tanzen nötig ist, sind einigermaßen lockere Hüften und die Wiimote in der Hand. Aber schon hier merkt man: Es ist nahezu unmöglich, alle Schritte nachzumachen, wenn man vorher nicht üben konnte. Nur die wenigsten Schritte sind selbsterklärend. Übung aber lohnt sich: Wer die „Bad"-Choreographie komplett beherrscht, hat merklich mehr Spaß am Spiel, kann den Highscore knacken und ist der absolute Knaller auf jeder Party – vor allem, wenn da noch eine Wii steht. Außerdem ist es ein tolles Gefühl, vom Spiel volle Punktzahl für einen perfekten Auftritt bekommen zu haben.

Songs wie „Speed Demon" brechen mit ihrer Choreographie das Eis auf jeder Party. Vielleicht erinnert sich noch jemand an das dazugehörige Musikvideo. Jackson tanzt gegen Ende mit dem Comicwesen. Das steht auch im Spiel parat. „Speed Demon" wird am besten zu zweit getanzt. Es kommt immer wieder zu einem dribbelnden Seitenwechsel beider Spieler, inklusive mehrerer fieser Drehungen um die eigene Achse, was natürlich zu Gelächter und leichten Schwindelgefühlen führt.

Die Bewegungserkennung funktioniert dabei ganz gut. Perfekt ist sie nicht, denn was Ihre Beine, Ihr Kopf oder der nicht-Wiimote-haltende Arm so machen, ist dem Spiel völlig egal. Deshalb ist schon eine gewisse Eigenmotivation nötig, um das Spiel als das anzuerkennen, was es ist: ein gutes Tanzspiel, ganz alleine auf Michael-Jackson-Fans zugeschnitten. Eigenmotivation bedingt auch eventueller Gesang. Die Textzeilen werden eingeblendet, Punkte gibt es für tonsicheres Trällern aber nicht. Wer jedoch die Choreographie problemlos tanzen kann und dabei noch allgemein verträglich singt, der sollte nicht mehr vor der Konsole rumhampeln, sondern sich als Supertalent bewerben. Wir wissen ja, dass gute Michael-Jackson-Einlagen bei Bohlen und Co. durchaus ankommen.

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Who's bad?

26 Songs sind es. Alle sind von Beginn an wählbar. Es handelt sich um die Originale. Also kein nachgespieltes „Earth Song", „Ghosts" oder „Rock with You". Demzufolge stimmt der Sound. Angeschlossen an eine passende Anlage geht die Musik schon gut ab – das muss auch der normalerweise einer ganz anderen Musik zugetane Autor dieses Tests anerkennen. Jacksons Musik ist in weiten Teilen zeitlos, obwohl hier über zwei Dekaden Musikgeschichte abgedeckt werden. Das hat auch den Vorteil, dass die Musik, obwohl sie von nur einem Künstler stammt, doch sehr breit gefächert klingt. Jackson hat von R'n'B, Pop bis hin zu Rock und dem typischen Urban-Pop-Sound viele Genres bedient.

Die optische Gestaltung enttäuscht dann doch etwas. Auf dem Schirm ist lediglich ein Jackson-Look-a-Like zu sehen. Zwar gab man sich Mühe, die Hintergründe ein bisschen so aussehen zu lassen wie in den Musikvideos, doch insgesamt wirkt die Optik ein wenig zu preisgünstig. Alles ist auf Pastell und Neon getrimmt. Die zu den Songs gehörigen Musikvideos als freitanzbare Boni hätte man sich dann doch gewünscht. Die Reduziertheit hat allerdings den Vorteil, dass nichts groß vom virtuellen Vortänzer selbst ablenkt.

Jetzt bleibt nur noch abzuwarten, ob Ubisoft weiteren herunterladbaren Content liefert. Es gibt noch viele weitere Jackson-Songs, die es durchaus wert wären, von uns nachgetanzt zu werden. Zudem besteht auch noch die Möglichkeit eines reinen Michael-Jackson-Karaokespiels. Warten wir mal die Zukunft ab. Das Thema Michael Jackson wird die Musikwelt noch viele Jahre beschäftigen.

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Was können Sie lernen?

  • Nachtanzen zahlreicher Michael-Jackson-Hits, Rhythmik, Taktgefühl

Für wen eignet sich das Spiel?

  • Spieler aller Altersgruppen mit Interesse an Tanz und Musik

Günstig bestellen bei amazon.de:

Alternativ erhältlich für PlayStation 3:

Alternativ erhältlich für Xbox 360:

Alternativ erhältlich für PlayStation Vita:

Alternativ erhältlich für PlayStation Portable:

Alternativ erhältlich für Nintendo 3DS:

Alternativ erhältlich für Nintendo DS:

Information und Wertung

Vertrieb
Genre
Spieler
Sprache
USK
Erhältlich
Pro
Contra
Ubisoft
Musik
1-4
Deutsch
ab 0
Jetzt!
viel Abwechslung mit 26 Hits
Dance School muss freigetanzt werden
Alle Sterne ertanzt? Dann sind Sie bereit für eine neue Karriere. Gutes Tanzspiel!

Klein-Michael

Michael Jackson Experience PSP

DIE PSP-VERSION IM CHECK

Die PSP-Version gefiel uns nicht ganz so gut wie die DS-Version. Sie bietet zwar 15 Songs, doch das Problem steckt hier eher im Gameplay: Wo die DS-Version des typischen Musik-Taktspiels Spaß durch ihre Touchscreen-Steuerung erzeugt, bleiben auf Sonys Porti nur zwei Tasten für alle essenziellen Spieleingaben. So bleibt einfach nicht besonders viel Raum für Unterhaltung. Auch Michaels mittanzendes Konterfei vermittelt kaum den Eindruck von Komplexität und Tiefe. Schade, die Musik selbst haut rein.

Leben & Legende

DirtyDiana

Als einstiges Mitglied der Jackson 5 veröffentlicht Michael 1972 sein erstes Soloalbum. Das fünfte Studioalbum „Off the Wall“ ist das erste, das so richtig einschlägt. Es ist auch das erste, das nicht auf Motown herauskommt. 1982 aber schafft er das vermeintlich Unmögliche: „Thriller“ macht ihn zum King of Pop. Sieben Singles erscheinen als Auskopplungen. Das Video zum Titelsong revolutioniert nebenbei das Musikvideo und pusht auch Sender wie MTV. Viele sagen, Jackson befinde sich auf dem Höhepunkt seines Schaffens. Zwischen „Thriller“ (1982) und „Bad“ (1987) liegen unzählige Awards, Hitsingles und etliche Gesichtsoperationen. „Bad“ katapultiert Jackson wiederum auf den Pop-Thron. In Deutschland erscheinen neun (!) der insgesamt elf Songs des Albums als Singles. Die 1990er Jahre werden mehr und mehr durch Klatsch, Hochzeiten und Anschuldigungen des sexuellen Missbrauchs bestimmt. Selbst Vertraute attestieren: Jackson lebt in einer Traumwelt. „Dangerous” wird 1991 noch mal zu einem Megahit. Musikalisch geht Jackson einen neuen Weg. Auch trennte er sich von seinem Produzenten Quincy Jones. 1995 erscheint mit „HIStory – Past, Present and Future Book I” eine Art Greatest-Hits-Zusammenstellung. „Invincible” erschien 2001, litt unter schlechter Vermarktung, konnte sich aber dennoch 16 Millionen Mal verkaufen. Der Sänger verstarb 2009 kurz vor einem geplanten Comeback.

Tracklist des Spiels

Bad

BAD
Der Klassiker, der erstmals 1987 veröffentlicht wurde. Gilt als einer der prägendsten Songs des Urban-Pop.

BEAT IT
Wurde 1982 veröffentlicht. Stammt vom Album „Thriller”. Erreichte in zig Ländern Gold und Platin.

BILLIE JEAN
Der Song stammt ebenfalls vom Album „Thriller” und wurde somit ebenfalls schon 1982 veröffentlicht.

DON’T STOP TIL YOU GET ENOUGH
Der Song stammt noch aus den 70ern. Veröffentlicht anno 1979, zählt es zu Jacksons Disco-Zeit.

EARTH SONG
Der Sound des Michael Jackson der 90er Jahre. Er wurde 1995 veröffentlicht und ist im Gospel und Blues-Bereich anzusiedeln.

THE GIRL IS MINE
Ein Song, den Jackson gemeinsam mit dem Ex-Beatle Paul McCartney aufnahm. Er erschien 1982 auch auf „Thriller.“

WHO IS IT
Stammt von Jacksons achtem Studio-Album. Der Song wurde 1991 auf „Dangerous“ veröffentlicht.

WEITERE SONGS: Black or White, Dirty Diana, Ghosts, Heal the World, In the Closet, Leave Me Alone, Money, Remember the Time, Rock With You, Smooth Criminal, Speed Demon, Streetwalker, Sunset Driver, The Way you Make Me Feel, They Don't Care About Us, Thriller, Wanna Be Startin' Somethin, Will You Be There, Workin' Day and Night.

Michael: Das Comeback

MichaelAlbum

Seit dem 10. Dezember 2010 ist das erste Album Michael Jacksons nach dessen Tod erhältlich. Es hört auf den Titel „Michael“. Damit gesellt sich Michael Jackson zu John Lennon, Jimi Hendrix, Kurt Cobain oder Tupac Shakur. Die Erben Michael Jacksons haben mit Sony BMG einen Vertrag geschlossen, der bis 2017 zehn Alben des toten Künstlers möglich machen soll. Nach Schätzungen liegen in den Archiven fast 100 meist fertige Songs, die nie veröffentlicht wurden.

TRACKLIST:

  1. Hold My Hand (mit Akon)
  2. Hollywood Tonight
  3. Keep Your Head Up
  4. (I Like) The Way You Love Me
  5. Monster (mit 50 Cent)
  6. Best Of Joy
  7. Breaking News
  8. (I Can’t Make It) Another Day (mit Lenny Kravitz)
  9. Behind The Mask
  10. Much Too Soon