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Michael Jackson: The Experience

Moonwalk-Nachhilfe vor der Konsole

Irgendwie ist das schon cool: Statt vor einem Spiegel Michael-Jackson-Tanzschritte nachzustellen, sehen wir uns jetzt selbst groovend auf einem LCD-Bildschirm. Statt mit der Haarbürste in der rechten Hand Karaoke zu „Beat it" zu machen, halten wir ein echtes Mikrofon in Händen und trällern über Jacksons Stimme. Ein starker Auftritt. Nachdem wir die ersten Schritte getanzt haben, erscheint auf dem Bildschirm ein „Perfect". Dann müssen wir singen: „Just beat it, beat it, beat it, beat it. No one wants to be defeated. Showin' how funky and strong is your fight. It doesn't matter who's wrong or right." Right ist auf jeden Fall der erste Eindruck des Spiels. Im Laufwerk rotiert die Xbox-360-Version von Ubisofts Michael Jackson: The Experience – und die verspricht die beste Version des Multiplattformtitels zu werden.

Topseller!

Nach den ersten Verkaufszahlen zu urteilen, hat sich Michael Jackson: The Experience als Wii-, DS- und PSP-Version schon gelohnt. Im Weihnachtsgeschäft 2011 gingen laut Ubisoft zwei Millionen Michael-Jackson-Spiele über die Ladentheke. Japan noch nicht einmal mitgerechnet, denn dort wird das Spiel erst im Laufe des Jahres 2012 erscheinen. Geht es nach Quantität und Qualität, müsste sich vor allem die Kinect-Fassung mindestens genauso gut verkaufen. Die hat nämlich gegenüber allen anderen Systemen entscheidende Vorteile: Sie enthält nicht nur (wie die PS3-Version auch) zusätzliche Songs, sie unterstützt auch als einzige Fassung die Beinerkennung beim Tanzen. Kombiniert mit der Karaoke-Funktion (die die Wii-Version nicht hat), sind beste Voraussetzungen für einen großen Partyspaß gegeben.


Der wichtigste Unterschied der Kinect-Fassung zu allen anderen Versionen ist die Player-Projection-Technologie. Felicia Williams, die internationale Brand Managerin der Jackson-Spiele erklärt den Vorteil dieser Technologie so: „Player-Projection ist eine bahnbrechende Technologie, die intern bei Ubisoft für Kinect entwickelt wurde. Wir wollten noch einen Schritt weiter gehen als die Kinect-Körper-Erkennung und das Abbild des Spielers auf den Bildschirm projizieren. So kann der Spieler noch weiter ins Geschehen abtauchen. Der Spieler steuert nicht bloß einen Charakter. Er wird selbst auf den Bildschirm versetzt und erlebt das Spiel auf eine Weise, in der sein Körper zum Fokus des Spiels wird. Über Kinect versetzt Ubisofts patentierte Player-Projection-Technologie die Spieler ins Zentrum des Geschehens. Die Spielumgebung reagiert auf jede ihrer Bewegungen. Zum allerersten Mal ist man nicht nur Zuschauer von Michael Jacksons Auftritten, man ist selbst ein Teil – und zwar der Mittelpunkt – des Auftritts." Kein bloßes PR-Gewäsch, sondern Tatsache. Der Umstand, dass Sie jede Ihrer Bewegungen direkt auf den Schirm übertragen sehen, motiviert beim Tanzen. Welche Bewegungen Sie nachmachen müssen, zeigt sich leider wieder nur durch Piktogramme am Bildschirmrand. Die sind nicht animiert, was wiederum viel Übung und Training voraussetzt, damit Sie eine gute Performance abliefern können. Und genau darum geht es, wie Williams klarstellt: „Michael Jackson: The Experience ist für Kinect ein Full-Performance-Spiel."

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Erinnert an Just Dance

Man merkt sofort, dass Michael Jackson: The Experience aus demselben Hause stammt, wie die Just Dance-Reihe. Die Spielmechanik ist ähnlich. Sie tanzen, als würden Sie auf dem TV-Schirm Ihr Spiegelbild sehen. Auf Wunsch können Sie das Bild auch erneut spiegeln lassen. Am Bildschirmrand erscheinen zusätzlich noch die auszuführenden Tanzschritte als Piktogramme. Bis zu vier Spieler können mittanzen. Nicht immer müssen alle den Bewegungen der Jackson-Kopie folgen. Manchmal dienen auch die Background-Tänzer als Vorlage für Mitspieler.

Alles, was zum Tanzen nötig ist, sind einigermaßen lockere Hüften und die Wiimote in der Hand. Aber schon hier merkt man: Es ist nahezu unmöglich, alle Schritte nachzumachen, wenn man vorher nicht üben konnte. Nur die wenigsten Schritte sind selbsterklärend. Übung aber lohnt sich: Wer die „Bad"-Choreographie komplett beherrscht, hat merklich mehr Spaß am Spiel, kann den Highscore knacken und ist der absolute Knaller auf jeder Party – vor allem, wenn da noch eine Wii steht. Außerdem ist es ein tolles Gefühl, vom Spiel volle Punktzahl für einen perfekten Auftritt bekommen zu haben.

Songs wie „Speed Demon" brechen mit ihrer Choreographie das Eis auf jeder Party. Vielleicht erinnert sich noch jemand an das dazugehörige Musikvideo. Jackson tanzt gegen Ende mit dem Comicwesen. Das steht auch im Spiel parat. „Speed Demon" wird am besten zu zweit getanzt. Es kommt immer wieder zu einem dribbelnden Seitenwechsel beider Spieler, inklusive mehrerer fieser Drehungen um die eigene Achse, was natürlich zu Gelächter und leichten Schwindelgefühlen führt.

Die Bewegungserkennung funktioniert dabei ganz gut. Perfekt ist sie nicht, denn was Ihre Beine, Ihr Kopf oder der nicht-Wiimote-haltende Arm so machen, ist dem Spiel völlig egal. Deshalb ist schon eine gewisse Eigenmotivation nötig, um das Spiel als das anzuerkennen, was es ist: ein gutes Tanzspiel, ganz alleine auf Michael-Jackson-Fans zugeschnitten. Eigenmotivation bedingt auch eventueller Gesang. Die Textzeilen werden eingeblendet, Punkte gibt es für tonsicheres Trällern aber nicht. Wer jedoch die Choreographie problemlos tanzen kann und dabei noch allgemein verträglich singt, der sollte nicht mehr vor der Konsole rumhampeln, sondern sich als Supertalent bewerben. Wir wissen ja, dass gute Michael-Jackson-Einlagen bei Bohlen und Co. durchaus ankommen.

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Alle waren begeistert

Dass diese Performance auch authentisch rüberkommt, dafür arbeitete Ubisoft eng mit dem Michael Jackson Estate zusammen. Diese Institution ist lizenzrechtlicher Ansprechpartner, wenn es um Dinge wie die Entwicklung eines Videospiels geht. Dort war man angeblich sofort von der Idee begeistert, ein Jackson-Game zu machen. Michael Jackson selbst sei immer ein Freund neuer Technologien gewesen. Ihm ginge es stets darum, Dinge weiterzuentwickeln. Auch das klingt wieder nach einer PR-Phrase, ist aber nach einem Blick auf das Lebenswerk des Michael Jackson gar nicht abwegig. In den 80er Jahren trat er zunächst eine kleine Musikrevolution los, in dem er den Urban-Pop schuf. Gleichzeitig setzte er mit dem Musikvideo von „Thriller" einen Video-Benchmark, den es fortan zu knacken galt.

Die Choreographien lassen schon mal keinerlei Wünsche offen. Da waren Profis am Werk – und das sieht man auch. Sämtliche Tanzschritte aus allen Schaffensperioden des Stars sind im Spiel enthalten. Auf die Frage, welche Kriterien dafür ausschlaggebend waren, welche Schritte und Songs den Weg ins Spiel fanden, erklärt Felicia Williams: „Wir wollten natürlich, dass die Spieler völlig in die Welt des Michael Jackson eintauchen können. Daher wollten wir die Vielseitigkeit seiner Musik in den Vordergrund stellen. Dazu wählten wir Songs aus unterschiedlichen Schaffensphasen, die allesamt auf einer unglaublichen Performance basieren. Die Spieler werden sich natürlich an seinen legendären Hits versuchen können, aber sie können sich außerdem darauf freuen, andere Songs aus seinem Repertoire wiederzuentdecken."

Die Karaoke-Passagen funktionieren im Grunde wie bei dem großen Vorbild SingStar (PlayStation-Serie). Die Texte werden auf dem Schirm angezeigt und ihr müsst sie natürlich möglichst akkurat nachträllern. Nach allem, was wir bisher sehen konnten, setzen die Tanzmoves dann aus. Ob es später auch Kombinationen geben wird, ist noch unklar. Denkbar ist es. Wer allerdings die Moves sauber tanzt und gleichzeitig singt wie der King of Pop, sollte sich als Double bewerben.

Musikalisch herrscht bei Michael Jackson: The Experience eine enorme Bandbreite. Von eher souligen Songs aus den 70ern bis zu den rockigeren Sachen seiner letzten Schaffensphase. Langweilig wird es nicht. Insgesamt sind es 29 Songs. Und genau da trennt sich die Spreu vom Weizen: Nicht, ob man ein guter oder schlechter Tänzer ist, wird deutlich, sondern wie ernst man sich selbst nimmt. Wer mit einem Lächeln im Gesicht weiter groovt, statt sich gefrustet den nächsten Shooter zu schnappen, ist bei diesem Spiel genau richtig. Lächeln lohnt sich übrigens, da Kinect ab und an Fotos von euch schießt. Alternativ können Sie sich übrigens noch die MJ-Akademie angucken. Die lehrt einige der besten MJ-Moves per Video.

Multiplayer-Spaß!

Michael Jackson: The Experience kann mit bis zu vier Leuten gespielt werden. Allerdings nur abwechselnd. Jeder Tänzer bekommt eine Nummer und wird dann aufgefordert in die Mitte zu springen und seine Moves zu performen. Möglich im Koop (zwei Spieler müssen gemeinsam die höchste Punktzahl ertanzen) und im Battle (Teams tanzen abwechselnd gegeneinander). Michael Jackson: The Experience ist vor allem MJ-Fans zu empfehlen. Aber auch Menschen, die generell Spaß an Tanzspielen haben, denn rein technisch ist Michael Jackson: The Experience eines der besten Kinect-Tanz-Spiele. Wer Videogames vor allem mit Sofa und Ruhezustand in Verbindung bringt, wird am Spiel keine Freude und mit Sicherheit auch kein Kinect zuhause haben

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Was können Sie lernen?

  • Nachtanzen zahlreicher Michael-Jackson-Hits, Rhythmik, Taktgefühl

Für wen eignet sich das Spiel?

  • Spieler aller Altersgruppen mit Interesse an Tanz und Musik

Günstig bestellen bei amazon.de:

Alternativ erhältlich für PlayStation 3:

Alternativ erhältlich für Nintendo Wii:

Alternativ erhältlich für PlayStation Vita:

Alternativ erhältlich für PlayStation Portable:

Alternativ erhältlich für Nintendo 3DS:

Alternativ erhältlich für Nintendo DS:

Information und Wertung

Vertrieb
Genre
Spieler
Sprache
USK
Erhältlich
Pro
Contra
Ubisoft
Musik
1-4
Deutsch
ab 0
Jetzt!
Player-Projection, Kinect klappt...
…aber patzt manchmal
Gegen den Tanzstil des Meisters wirkt alles andere wie epileptisches Gezappel.

Klein-Michael

Michael Jackson Experience PSP

DIE PSP-VERSION IM CHECK

Die PSP-Version gefiel uns nicht ganz so gut wie die DS-Version. Sie bietet zwar 15 Songs, doch das Problem steckt hier eher im Gameplay: Wo die DS-Version des typischen Musik-Taktspiels Spaß durch ihre Touchscreen-Steuerung erzeugt, bleiben auf Sonys Porti nur zwei Tasten für alle essenziellen Spieleingaben. So bleibt einfach nicht besonders viel Raum für Unterhaltung. Auch Michaels mittanzendes Konterfei vermittelt kaum den Eindruck von Komplexität und Tiefe. Schade, die Musik selbst haut rein.

Kinect: die Tracklist

Bad

BAD
Der Klassiker, der erstmals 1987 veröffentlicht wurde. Gilt als einer der prägendsten Songs des Urban-Pop.

BEAT IT
Wurde 1982 veröffentlicht. Stammt vom Album „Thriller”. Erreichte in zig Ländern Gold und Platin.

BILLIE JEAN
Der Song stammt ebenfalls vom Album „Thriller” und wurde somit ebenfalls schon 1982 veröffentlicht.

DON’T STOP TIL YOU GET ENOUGH
Der Song stammt noch aus den 70ern. Veröffentlicht anno 1979, zählt es zu Jacksons Disco-Zeit.

EARTH SONG
Der Sound des Michael Jackson der 90er Jahre. Er wurde 1995 veröffentlicht und ist im Gospel und Blues-Bereich anzusiedeln.

THE GIRL IS MINE
Ein Song, den Jackson gemeinsam mit dem Ex-Beatle Paul McCartney aufnahm. Er erschien 1982 auch auf „Thriller.“

WHO IS IT
Stammt von Jacksons achtem Studio-Album. Der Song wurde 1991 auf „Dangerous“ veröffentlicht.

WEITERE SONGS: Black or White, Blood on the Dancefloor, Dirty Diana, Ghosts, Heal the World, I just can't stop loving you, In the Closet, Leave Me Alone, Money, Remember the Time, Rock With You, Smooth Criminal, Speed Demon, Stranger in Moscow, Streetwalker, Sunset Driver, The Way you Make Me Feel, They Don't Care About Us, Thriller, Wanna Be Startin' Somethin, Will You Be There, Workin' Day and Night.

Leben & Legende

DirtyDiana

Als einstiges Mitglied der Jackson 5 veröffentlicht Michael 1972 sein erstes Soloalbum. Das fünfte Studioalbum „Off the Wall“ ist das erste, das so richtig einschlägt. Es ist auch das erste, das nicht auf Motown herauskommt. 1982 aber schafft er das vermeintlich Unmögliche: „Thriller“ macht ihn zum King of Pop. Sieben Singles erscheinen als Auskopplungen. Das Video zum Titelsong revolutioniert nebenbei das Musikvideo und pusht auch Sender wie MTV. Viele sagen, Jackson befinde sich auf dem Höhepunkt seines Schaffens. Zwischen „Thriller“ (1982) und „Bad“ (1987) liegen unzählige Awards, Hitsingles und etliche Gesichtsoperationen. „Bad“ katapultiert Jackson wiederum auf den Pop-Thron. In Deutschland erscheinen neun (!) der insgesamt elf Songs des Albums als Singles. Die 1990er Jahre werden mehr und mehr durch Klatsch, Hochzeiten und Anschuldigungen des sexuellen Missbrauchs bestimmt. Selbst Vertraute attestieren: Jackson lebt in einer Traumwelt. „Dangerous” wird 1991 noch mal zu einem Megahit. Musikalisch geht Jackson einen neuen Weg. Auch trennte er sich von seinem Produzenten Quincy Jones. 1995 erscheint mit „HIStory – Past, Present and Future Book I” eine Art Greatest-Hits-Zusammenstellung. „Invincible” erschien 2001, litt unter schlechter Vermarktung, konnte sich aber dennoch 16 Millionen Mal verkaufen. Der Sänger verstarb 2009 kurz vor einem geplanten Comeback.

Michael: Das Comeback

MichaelAlbum

Seit dem 10. Dezember 2010 ist das erste Album Michael Jacksons nach dessen Tod erhältlich. Es hört auf den Titel „Michael“. Damit gesellt sich Michael Jackson zu John Lennon, Jimi Hendrix, Kurt Cobain oder Tupac Shakur. Die Erben Michael Jacksons haben mit Sony BMG einen Vertrag geschlossen, der bis 2017 zehn Alben des toten Künstlers möglich machen soll. Nach Schätzungen liegen in den Archiven fast 100 meist fertige Songs, die nie veröffentlicht wurden.

TRACKLIST:

  1. Hold My Hand (mit Akon)
  2. Hollywood Tonight
  3. Keep Your Head Up
  4. (I Like) The Way You Love Me
  5. Monster (mit 50 Cent)
  6. Best Of Joy
  7. Breaking News
  8. (I Can’t Make It) Another Day (mit Lenny Kravitz)
  9. Behind The Mask
  10. Much Too Soon
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